Husten – was tun?

Auf der Basis des Inhaltes der beiden vorhergehenden Beiträge ergeben sich folgende logische Konsequenzen:

Im Herbst vorbeugend das ganze Element Metall (TCM, später mehr dazu), zu dem Lunge, Dickdarm, Haut und Schleimhäute gehören, mit Lungenkraut zu stärken ist eine Möglichkeit. Das macht sich auch positiv im Element Wasser bemerkbar, zu dem das Immunsystem gehört. Immunschwache und/oder gestresste Zeitgenossen profitieren auch von Taigawurzel, Stressadaptativum auf der einen Seite und Stärkung der inneren Organe auf der anderen, hilft sie mit Stress besser fertig zu werden. Parallel ist es, wenn man sich viel in geschlossenen Räumen mit Heizung/Klimaanlage aufhält, angebracht die Nasenschleimhäute sorgfältig zu pflegen und feucht zu halten. Das geht gut via Nasenspülungen oder Nasensprays mit isotonischer (0,9%) Salzlösung, am besten mit hochwertigem Meersalz.

Mit diesen Maßnahmen erreicht man, dass die Wächter an der Eintrittspforte für Atemwegserkrankungen in Topzustand sind und somit die Bedrohung für die empfindlicheren tieferen Abschnitte der Atemwege auf ein Minimum reduziert wird.

Bei trockenem, unproduktivem Reizhusten kommen die Schleimdrogen, die Mucilaginosa, wie Eibisch, Huflattich, Isländisches Moos, Malve, Spitzwegerich und Königskerze (Wollblume) zum Einsatz. Sie überziehen die empfindlichen trockenen Schleimhäute mit einem Schutzfilm. Diese Schleimdrogen werden als Tee immer kalt angesetzt, z.B. über Nacht, dann vorsichtig auf Trinktemperatur erwärmt, abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Lungenkraut kann ebenfalls an dieser Stelle zum Einsatz kommen, sollte dann aber auch kalt ausgezogen werden, um die volle Wirkung der Schleimstoffe zu bekommen.

Da ausreichender erholsamer Schlaf ganz wichtig ist für die Regeneration des Körpers, empfehle ich bei erkältungsbedingtem trockenem Reizhusten, der sich ein- und durchschlafstörend gebärdet, zur Nacht einen konventionellen Hustenstiller aus der Apotheke zu Hilfe zu nehmen.

Ist der Husten produktiv, dann kann man dem Organismus am besten mit schleimlösenden, enzündungshemmenden, entkrampfenden und antimikrobiellen Kräutern helfen. Thymian und Efeu sind da die erste Wahl, unterstützt von Primel, Süßholz und Lungenkraut. Als Tee werden sie einzeln oder in einer Mischung zubereitet. 1 – 2 Teelöffel mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Da über die „süßen“ Geschmacksknospen auf der Zunge und in der Mundschleimhaut via Parasympathikus die Bronchosekretion angeregt wird, sollen Hustentees immer gesüßt sein. Ein Teelöffel guter Honig in den auf Trinktemperatur abgekühlten Tee ergänzt die Wirkung der Kräuter hervorragend.

Grundsätzlich ist auf reichliche Flüssigkeitszufuhr zu achten, da im Organismus genügend Wasser vorhanden sein muss, damit die Becherzellen in den Schleimhäuten erfolgreich Schleim in der richtigen Konsistenz produzieren können.

alle Bilder: Wikipedia

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